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Erdölgewinnung

Wasserverschmutzung durch die Industrie.

Katastrophen im Jahre Ein Gefahrgutunfall mit vielen Toten und Verletzten verursacht durch einen Tankwagen ereignet sich auf dem Campingplatz von Los Alfaques in Spanien, der dazu führte, daß fortan Gefahrguttransporte nicht mehr durch spanische Ortschaften fahren dürfen. Schwarzer Tod - Ölunfälle und ihre Folgen. Torrey Canyon, Der für BP fahrende Tanker lief vor der Küste von Cornwall aufgrund eines Navigationsfehlers auf ein Riff, Tonnen Rohöl liefen aus und verschmutzten km englische und 80 km französische Küste.

Inhaltsverzeichnis

Mit der Zeit wurden aufwändige Prüfungsmethoden entwickelt, die eine Darstellung der Bodenschichtung ermöglichen. Das am weitesten verbreitete Verfahren ist heute die Reflexionsseismik.

Nicht zuletzt sprechen auch Isotopenverhältnisse für die biogenetische These. Die von Kenney, Kutscherow und einigen wenigen weiteren Wissenschaftlern vertretene Ansicht, dass Erdöl- und Erdgaslagerstätten primär das Resultat der vertikalen Migration dynamic fluid injection juveniler Kohlenwasserstoffe aus dem Erdmantel in die obere Kruste seien, und den daraus folgenden Schluss, dass Erdöl und Erdgas keine endlichen Ressourcen seien, dass sich weitgehend ausgeförderte Lagerstätten sogar wieder auffüllten, entbehrt somit einer seriösen wissenschaftlichen Grundlage.

Grundlage für die Erdölsuche ist genaues Kartenmaterial. In bestimmten Gebieten z. Iran kann man Lagerformationen bereits an der Erdoberfläche mittels Luftbildkartierung erkennen. In Gebieten mit mächtiger Überdeckung der tieferen Schichten durch junge Formationen oder im Offshore-Bereich genügt dies nicht.

Auch lassen sich aus Luftfotos alleine keine genauen Gesteinstypen oder deren Alter bestimmen. Interessant sind Stellen, an welchen für darunterliegende Erdölvorkommen typisches Gestein an die Erdoberfläche tritt.

Dort werden kleine Gesteinsstücke abgeschlagen und mit einer Lupe bestimmt. Die gezielte Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen bezeichnet man als geophysikalische Prospektion.

Das sichere Aufspüren im Untergrund verborgener Strukturen, in denen sich Öl und oder Erdgas angesammelt haben können, ist in den letzten Jahrzehnten zur wichtigsten Voraussetzung einer erfolgreichen Suche nach Kohlenwasserstoffen Sammelbegriff für Erdöl und Erdgas geworden. So tritt aus seicht liegenden Lagerstätten ständig Erdöl in geringen Mengen aus.

Ein Beispiel dafür ist die seit dem Jahrhundert bekannte, aber mittlerweile versiegte St. Die Suche nach tief liegenden Ölvorkommen erfolgte früher durch eine eingehende Analyse der geologischen Verhältnisse eines Landstrichs.

In der Folge wurden dann an ausgewählten Orten Probebohrungen niedergebracht, von denen ca. Am Beginn der Erkundung steht das Auffinden von Sedimentbecken. Das geschieht häufig durch gravimetrische oder geomagnetische Messungen.

Im nächsten Schritt kommt die Reflexionsseismik zum Einsatz. Dabei werden an der Erdoberfläche akustische Wellen erzeugt, die an den unterschiedlichen Bodenschichten reflektiert werden. Je nach Einsatz an Land oder im Wasser werden unterschiedliche Verfahren verwendet. In der marinen Seismik werden die seismischen Wellen mit Airguns erzeugt.

Die Aufzeichnung der Wellen erfolgt mit Hydrophonen , die entweder am Meeresboden ausgelegt oder hinter einem Schiff an der Meeresoberfläche im Schlepp gezogen werden. Aus den Laufzeiten und Charakteristiken der reflektierten Signale lassen sich Schichtenprofile errechnen. In der frühen Phase der Prospektion werden 2-D-Messungen durchgeführt, in deren Ergebnis man Schichtenprofile entlang von sich kreuzenden Messlinien erhält.

Basierend auf den seismischen Daten werden nun auch erste Erkundungsbohrungen getätigt. Im nächsten Schritt werden in ausgewählten Gebieten seismisch 3-D-Messungen durchgeführt. Hierbei werden die Punkte zum Erzeugen und Messen seismischer Wellen so ausgelegt, dass man ein dreidimensionales Bild der Gesteinsschichten erhält.

In Kombination mit bohrlochgeophysikalischen Messdaten kann nun ein quantitatives Modell der Erdöl- oder Erdgasreserven sowie ein Plan für weitere Bohrungen und zur Förderung erstellt werden. Befindet sich eine Erdöllagerstätte nahe der Erdoberfläche, so kann das darin enthaltene, zu Bitumen verarmte Öl im Tagebau gewonnen werden. Aus tieferen Lagerstätten wird Erdöl durch Sonden gefördert, die durch Bohrungen bis zur Lagerstätte eingebracht werden.

Nach Abschluss der Bohrarbeiten kann auch eine reine Förderplattform eingesetzt werden, Beispiel: Hierbei lösen sich Isotope des Radiums zusammen mit anderen Elementen im Tiefengrundwasser, das u.

Das Lagerstättenwasser steigt bei der Erdölförderung zusammen mit Öl und Gas in den Förderleitungen zur Erdoberfläche auf. In den dabei entstehenden Krusten, die als engl. In anderen zur Ölförderung eingesetzten Gerätschaften, z. Wasserabscheidern , finden sich die ausgefallenen Sulfate und Karbonate in Schlämmen, die überwiegend aus Schweröl und ungewollt mitgeförderten, feinen mineralischen Bestandteilen des Speichergesteins bestehen. In Ländern, in denen deutlich mehr Öl oder Gas gefördert wird als in Deutschland, entstehen auch deutlich mehr Abfälle, jedoch existiert in keinem Land eine unabhängige, kontinuierliche und lückenlose Erfassung und Überwachung der kontaminierten Rückstände aus der Öl- und Gasproduktion.

Die Industrie geht mit dem Material unterschiedlich um: Dort hatte das Unternehmen Ashland Inc. An einigen dieser zum Bau von Zäunen oder Klettergerüsten genutzten Rohre traten Strahlendosen von bis zu Mikroröntgen pro Stunde auf, so dass die Grundschule und einige Wohnhäuser nach Entdeckung der Strahlung sofort geräumt werden mussten. So wurde sie jeweils unmittelbar nach den beiden Weltkriegen auf 20 Jahre geschätzt. Trotz erheblich höherem Verbrauch und einer sehr dynamischen Wirtschafts- und Technikentwicklung ist sie danach jeweils angestiegen.

Nach einer Krise in den er Jahren wurde sie auf 25 Jahre angesetzt. Diese Konstanz der Reichweite wird auch mit dem Stichwort Erdölkonstante benannt. Weil aber mittlerweile die Kosten für die Förderung unkonventioneller Erdöllagerstätten, wie Ölsand oder Schweröl, so weit gesunken sind, dass sie annähernd im Bereich der Kosten der konventionellen Erdölförderung liegen, werden solche unkonventionellen Lagerstätten nunmehr den Ölreserven eines Landes hinzugerechnet.

Reserven nach Ländern für eine genaue Tabelle. Laut einem Arbeitsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aus dem Jahr bzw. Dies sei an einer veränderten Preiselastizität der Förderung ablesbar. Die Reserven, die geortet sind und mit der heute zur Verfügung stehenden Technik wirtschaftlich gewonnen werden können, haben in den letzten Jahren trotz der jährlichen Fördermengen insgesamt leicht zugenommen.

Während die Reserven im Nahen Osten , Ostasien und Südamerika aufgrund der Erschöpfung von Lagerstätten und unzureichender Prospektionstätigkeit sanken, stiegen sie in Afrika und Europa leicht an. Für diesen Preissturz wurde von Fachleuten ein Angebotsüberhang verantwortlich gemacht. Nach der Rückkehr Irans auf den Markt im Januar und dem Kampf um die regionale Vormacht durch Saudi-Arabien in diesem Zusammenhang sowie wegen der nicht gedrosselten Förderung Russlands war absehbar, dass das Überangebot bei einem Preis um mittlerweile 50 Dollar noch eine gewisse Zeit vorhalten würde.

In Österreich obliegt der Erdöl-Lagergesellschaft diese Aufgabe. Bei einem täglichen Verbrauch auf dem gegenwärtigen Niveau von ca. Barrel [40] ergibt sich bei ,9 Mrd. Barrel eine Laufzeit von etwa 51 Jahren. Denn anders als aus einem Tank können den Erdöllagerstätten nicht beliebige Mengen an Öl pro Tag Förderrate entnommen werden.

Vielmehr gibt es eine maximal mögliche Förderrate, die häufig dann erreicht ist, wenn die Quelle etwa zur Hälfte ausgebeutet ist. Danach sinkt ihre Förderrate physikalisch bedingt ab. Ein ähnliches Verhalten wird von vielen Experten auch für die Ölförderung der Welt angenommen: Rein rechnerisch ist zu diesem Zeitpunkt zwar noch genug Öl vorhanden , um den jeweils aktuellen Tagesverbrauch zu decken, auch wenn dieser im Vergleich zu heute sogar noch steigt, doch das Öl kann nicht hinreichend schnell aus den Lagerstätten gefördert werden und steht somit der Wirtschaft nicht zur Verfügung.

Die Endlichkeit der Ressource Erdöl macht sich bereits lange vor dem Ablauf ihrer Reichweite bemerkbar. Daher unterstellen Kritiker diesen Zahlen eine Verfälschung.

Vielen OPEC -Förderländern wird auch unterstellt, die Reserven zu optimistisch anzugeben, da die zugeteilten Förderquoten abhängig von den gemeldeten Reservemengen sind. Die wichtigsten Erdölförderländer sind gegenwärtig Stand Saudi-Arabien Die meisten Reserven wurden in den er-Jahren entdeckt. Ab Beginn der er-Jahre liegt die jährliche Förderung bei 30,4 Milliarden Barrel 87 Millionen Barrel pro Tag Verbrauch im Jahr [45] — über der Kapazität der neu entdeckten Reserven, sodass seit dieser Zeit die vorhandenen Reserven abnehmen.

Deshalb wird von einigen Experten mit einem globalen Fördermaximum zwischen und gerechnet. Kenneth Deffeyes , Colin J. Campbell und Jean Laherrere befürchten, das Maximum sei bereits vor erreicht worden.

Zunehmend kritische Analysen gab es von der Britischen Regierung, [46] vom U. Joint Forces Command, [48] in denen schon kurzfristig drohende Mangelszenarien geschildert wurden.

Die britische Regierung reagierte damit offensichtlich auf die Tatsache, dass Englands Ölreichtum seit ständig zurückging und vom Erdölexporteur zum Importeur wurde. Während in den er Jahren private westliche Ölkonzerne noch knapp 50 Prozent der weltweiten Ölproduktion kontrollierten, [52] hat sich dieser Anteil auf weniger als 15 Prozent verringert. Experten [52] halten einen Mangel an Öl nicht für gegeben, es handele sich um eine Krise im Zugang zu fortgeschrittener Technologie der Multis bzw.

Erdöl wird weltweit über weite Entfernungen transportiert. Der Transport von den Förderstätten zu den Verbrauchern geschieht auf dem Seeweg mit Öltankern , über Land überwiegend mittels Rohrleitungen Pipelines.

Bekannt wurde vor allem die Havarie der Exxon Valdez vor Alaska. Über mehrere Monate trat Rohöl aus, insgesamt über Auch das Mississippi-Delta war davon betroffen. Der Anteil des Erdöls am Primärenergieverbrauch liegt bei ca. Verbrauch für detaillierte Angaben. Die Steigerung ist auf einen stark zunehmenden Ölverbrauch in den aufstrebenden Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien zurückzuführen. In den Industrieländern ist der Verbrauch dagegen trotz eines weiter wachsenden Bruttoinlandsprodukts seit langem rückläufig, d.

Dennoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industrieländern immer noch deutlich höher als in den Schwellenländern. Über den stetigen Rohölzufluss hinaus wurden allerdings zusätzlich nochmals 29,1 Millionen Tonnen Ölfertigprodukte insbesondere aus Rotterdam importiert. Energieeinsparverordnung , teils wegen eines Wechsels zu Erdgas oder alternativen Energiequellen wie Biodiesel , Solarthermie , Holzpellets , Biogas und Geothermie. Die erste Erdölraffinerie entstand Die Erdölpreise sanken deutlich und die Zahl der Raffinerien nahm zu.

Leuchtöle, besonders Petroleum, ermöglichten neue Lichtquellen. Nach der Einführung des elektrischen Lichts war Erdöl zunächst nicht mehr attraktiv, doch bald nach der Entwicklung des Automobils setzte die Familie Rockefeller als Mitbegründerin der Standard Oil Company die Verwendung des Erdölprodukts Benzin als Ottokraftstoff durch, statt des von Henry Ford zunächst vorgesehenen Ethanols.

In der Erdölraffinerie wird das Erdöl in seine unterschiedlichen Bestandteile wie leichtes und schweres Heizöl , Kerosin sowie Benzin unter anderem in Destillationskolonnen aufgespalten. In weiteren Schritten können aus dem Erdöl die verschiedensten Alkane und Alkene erzeugt werden.

In der chemischen Industrie nimmt das Erdöl eine bedeutende Stellung ein. Die meisten chemischen Erzeugnisse lassen sich aus ca. Diese Molekülverbindungen werden heute zu ca. Aus der weltweiten Fördermenge des Erdöls werden ca. Die Wichtigkeit dieser Erdölerzeugnisse liegt auf der Hand: Gibt es kein Erdöl mehr, müssen diese Grundchemikalien über komplizierte und kostenintensive Verfahren mit hohem Energieverbrauch hergestellt werden. Aus Erdöl kann fast jedes chemische Erzeugnis produziert werden.

Erdöl ist hauptsächlich ein Gemisch vieler Kohlenwasserstoffe. Die am häufigsten vertretenen Kohlenwasserstoffe sind dabei lineare oder verzweigte Alkane Paraffine , Cycloalkane Naphthene und Aromaten. Jedes Erdöl hat je nach Fundort eine spezielle chemische Zusammensetzung, die auch die physikalischen Eigenschaften wie Farbe und Viskosität bestimmt. Farbe und Konsistenz variieren von transparent und dünnflüssig bis tiefschwarz und dickflüssig.

Farbe, Konsistenz und Geruch sind sehr stark von der geografischen Herkunft des Erdöls abhängig. Manche Erdölsorten fluoreszieren unter ultraviolettem Licht auf Grund von unterschiedlichen Beistoffen, wie Chinone oder Polyaromaten. Weltweit verfügt die Hälfte der Stadtbevölkerung über keine Abwasserreinigung. Wozu dieses führte, beschreibt John R.

Zum Beweis wurde ein Teil des Berichts mit Calderwasser geschrieben. Jahrhundert waren im Rhein Lachse so häufig, dass Diener sich beschwerten, weil sie zu oft Lachs essen mussten. Jahrhundert entstand am Mittellauf des Rheins ein Industriegebiet mit Eisen- und Stahlproduktion, und im Gefolge aufgrund der guten Schiffbarkeit des Flusses Chemieindustrie. Der Rhein wurde mit Schwermetallen, Salzen und organischen Chemikalien belastet; Lachse wurden selten; der letzte Stör wurde gefangen.

Seit kamen noch Phosphor und Stickstoff aus Waschmitteln und Kunstdüngern dazu; im Unterlauf lebten fast keine Fische mehr - an Baden war schon längst nicht mehr zu denken. Noch schlimmer war aber die Situation an der nördlich der Ruhr gelegenen Emscher. Beispiel Ruhrgebiet kam, dehnte sich die ohnehin bestehenden Sumpfflächen aus.

Allerdings war dies kein Gewinn für die Natur, denn das Wasser war hochgradig mit Industrieabwässern verseucht: Aber auch Städte wie Oberhausen verzichteten auf eine Reinigung ihres Abwassers, da dieses ja ohnehin in einen völlig verdreckten Fluss geleitet wurde.

Choleraepidemien untersucht und dabei Rechtlich war es schwer, sich gegen die Verschmutzer durchzusetzen Selbst wenn die Kläger gewannen, wurden die Urteile oft nicht umgesetzt: Als die Gemeinde Altenessen ein Verbot der Abwassereinleitungen der Stadt Essen in die Berne erreichte, verweigerte der Oberbürgermeister von Essen dies mit der Begründung, dann müsse er seine Stadt unter Abwasser setzen.

Eine Klärung der Abwässer nach dem damaligen Stand der Technik war dagegen nicht vorgesehen — neben den Kosten war ein Argument, dass diese ja in den Rhein gelangten, der ebenfalls so verschmutzt war, dass sie dort keinen Schaden anrichten würden Die Umsetzung war die beginnende Emscherregulierung: Bald klagten die Rheinfischer über die Unverkäuflichkeit von Fischen, die bis 20 Kilometer unterhalb der Rheinmündung nach Karbol stanken: Phenole hatten schon an der Ruhr zu Problemen geführt, wo sie etwa in Essen im Trinkwasser aufgetaucht waren — weil die Chlorung von Trinkwasser den Karbolgeruch verstärkte, wurde ein Krisentelefon zwischen Wasserwerken und Zechen eingerichtet, damit diese kein Phenolwasser einleiteten, wenn die Hygienesituation eine Chlorung erforderte.

Ab begann die Emschergenossenschaft daher mit Versuchen, Phenolwasser aufzubereiten — und fand ein gewinnbringendes Verfahren, das Phenol auszuwaschen; wurde der Bau von 11 Anlagen beschlossen die etwa 5. Diese hielt jährlich Verhandlungen mit dem Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk führten dazu, dass dieses hierfür das in Betrieb genommene Kraftwerk Karnap baute.

Erst mit dem Wasserhaushaltsgesetz von wurde eine wirksame rechtliche Basis geschaffen, Anforderungen an Abwassereinleitungen festzulegen. Da die Behörden aber den Umfang vieler Einleitungen nicht kannten und die Betriebe bei Untersagung illegaler Einleitungen gerne mit Betriebsstilllegungen drohten, dauerte es lange, bis die Regelungen wirksam werden. Erst die Umweltbewegung ab Anfang der er Jahre führte zum Bau wirksamer Kläranlagen; an der Ruhr entstanden bis Anfang der er Jahre Kläranlagen, 75 Prozent der Abwässer wurden biologisch behandelt und sie führte zu einer Neufassung des Wasserhaushaltsgesetzes im Jahr An der Emscher wurde bis ein Mündungsklärwerk in Dinslaken gebaut, dass die Abwässer biologisch behandelte.

In den er Jahren wurde die Abwasserreinigung auf vier zentrale Klärwerke umgestellt, dazu gehört das erweiterte und modernisierte Mündungsklärwerk. Zum Teil sind diese Bestandteil eines begonnen Projektes zur Renaturierung der Emscher und ihrer Nebenflüsse , die Abwässer sollen künftig in unterirdischen Abwasserkanälen darunter einem zentralen Abwasserkanal Emscher, der parallel zum Fluss verläuft transportiert werden. Des Öfteren gerieten Flüsse gar in Brand. In Deutschland wurde das Wasserhaushaltsgesetz von vor allem durch eine Novelle von zum Gewässerschutzgesetz.

Auch am Rhein brachten in den er Jahren internationale Übereinkommen und der Bau von Kläranlagen langsam Besserung; ab nahm der Fischbestand wieder zu - wurde auch wieder ein Lachs gefangen. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist die industrielle Wasserverschmutzung dank älterer Technologie und mangels Abwasserreinigung noch weit schwerer: In Indien ist die Situation kaum besser; nicht nur der heilige Ganges ist eine offene Kloake.

Die Reduktion von Schwefel- und Stickstoffemissionen führte ab den er Jahren in Nordamerika und Europa zu einer Besserung der Situation und zur Erholung der Gewässer; in Ostasien ist das Problem nach wie vor akut und in Südostasien von zunehmender Bedeutung.

Wenn sie absterben, verzehrt der Zersetzungsprozess Sauerstoff, der dann anderen Lebewesen fehlt. So kann Nährstoffzufuhr durch Sauerstoffmangel alles Leben töten. Dieser Eutrophierung genannte Prozess ist vor allem in Seen ein Problem, da das Wasser hier nicht wie in den Flüssen ständig ausgetauscht wird.

Mit zunehmender Intensivierung und Spezialisierung der Landwirtschaft gewann die Nährstoffzufuhr eine neue Dimension, da nun tierischer Dünger immer konzentrierter anfiel und nicht mehr unproblematisch direkt auf dem Land genutzt werden konnte.

Und Stickstoff gelangte zunehmend - und in Form des leicht löslichen, gesundheitsschädlichen Nitrats - in das Grundwasser. Der intensive Ackerbau trägt noch auf eine weitere Weise zur Wasserverschmutzung bei: Ammoniakemissionen global 54 Mio. In der Landwirtschaft werden weltweit etwa Die am häufigsten gefundenen Pestizide wie Atrazin oder Bromacil sind hier inzwischen verboten - ihr Auffinden ist ein Beleg für die Langlebigkeit dieser Verschmutzung.

Das dies nicht so ist, zeigen die mittlerweile über toten Zonen 54 , die sich dauerhaft oder jahreszeitlich an Küsten meist vor seichten Flussmündungen oder in Binnenmeeren befinden. Ursache ist die Zufuhr von Nährstoffen. Was früher vor den Flussmündungen für reiche Fischgründe sorgte, schlug mit der Zunahme der Bevölkerung und vor allem seit der Einführung von Kunstdüngern wie in den Seen siehe oben um: Tiere, die schwimmen können, verlassen das Gebiet; bodenlebende Tiere wie Muscheln und Garnelen sterben ab.

Natürlich wie von manchem Industrievertreter behauptet wurde ist daran nichts. Tote Zonen sind aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetreten, wie Sedimentuntersuchungen etwa im Golf von Mexiko zeigten Jahrhunderts zunahm, als die Prärien in Ackerland umgewandelt wurden, und Anfang des Jahrhunderts, als Dämme gebaut wurden die die Schlammfracht zurückhielten , wieder ab.

Heute ist sie über Mitunter muss die Nährstoffanreicherung auch nicht erst zu einer toten Zone führen, sondern kann auch direkt gesundheitsschädlich sein, wenn die durch Nährstoffanreicherung zunehmenden Algen giftige Stoffe produzieren. Diese produzieren Brevetoxine, ein Cocktail von Nervengiften, die die wichtigste Todesursache für Manatis eine Seekuh-Art sind und bei Gischt beim Menschen Halsschmerzen, Augenreizungen und Atemwegsprobleme auslösen können. Nicht alle Arten leiden aber unter Nährstoffanreicherung und Sauerstoffmangel: Quallen kommen damit gut zurecht.

Da durch die Überfischung Tiere wie Dornhaie und Meeresschildkröten, die Quallen fressen, selten geworden sind und Quallen auch eine zunehmenden Versauerung gut ertragen können, könnten das Jahrhunderte eines der Quallen werden.

Mit den Abwässern und Flüssen gelangen aber nicht nur Nährstoffe, sondern auch gefährliche Schadstoffe in die Meere. Eine Gruppe, die langlebigen organischen Schadstoffe die "POPs", nach englisch persistant organic pollutants , haben dabei die unangenehme Eigenschaft, sich in Meeresorganismen anzureichern, weil sie "lipophil" -fettliebend - sind und im Fettgewebe gespeichert werden. Die Anreicherung beginnt an der Wasseroberfläche: Die oberste, durch die Oberflächenspannung stabilisierte Schicht der Meere ist reich an Fetten und Fettsäuren, und daher leben hier auch viele Mikroorganismen, Fischeier und Fischlarven.

Und hier sammeln sich auch die fettliebenden POPs an, und gelangen über das Futter in die Jungfische. Am Ende der Nahrungskette ist die Konzentration dann hoch gesundheitsschädlich. TBT wirkt auf Meeresschnecken wie ein Hormon, und beeinträchtigt die Fortpflanzungsorgane der Schnecken so stark, dass die Tiere unfruchtbar werden. Auch die Konzentration an chlorierten Kohlenwasserstoffen im Fettgewebe vor allem subtropischer und tropischer Meerestiere nimmt nach wie vor zu.

Zu den Schadstoffen, die über Flüsse und Luft in die Ozeane eingetragen werden, gehören auch Schwermetalle. Dort rät die Lebensmittelbehörde Schwangeren und Frauen im gebärfähigen Alter mittlerweile, den Verzehr von fettem Fisch einzuschränken.

Als Ursache wurden sofort quecksilberhaltige Abwässer aus der Acetaldehyd-Produktion der ortsansässigen Firma Chisso vermutet. Diese stritt zunächst jeden Zusammenhang ab. Als die Fischer von Minamata mehrfach die Fabrik besetzten, wurde der Fall landesweit bekannt.

Wasserverschmutzung in den Städten

Jahrhunderts lassen sich zwei Schulen unterscheiden:

Closed On:

Dennoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industrieländern immer noch deutlich höher als in den Schwellenländern. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel.

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